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Computer
BITKOM Verdachtsbörse gefordert

20.01.2009 Die Bitkom, der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., verweist auf eine Zunahme der Kriminalität mit Internetbezug und fordert spezialisiert Staatsanwaltschaften. Weiterhin fordert die BITKOM mehr Geld für Sicherheitsforschungen und verweist in ihrer Email auf die Sicherheitstechnik der Firewalls. Auch spricht sich die Bitkom für einen internationalen Datenaustausch zwischen den Strafverfolgungsbehörden aus.
[Die Verschlüsselung von Emails wird nicht erwähnt. Der Datenschutz ist kein Thema in der Meldung. Redet die BITKOM eine Stasi 2.0 das Wort? Dr. Dieter Porth]

Kommentar,Gedanken, Anmerkungen, ...

Redaktion buergerstimmen.de - Dr. Dieter Porth, Göttingen: Wie jeder weiß, ist aus die Telekom Mitglied bei der Bitkom. Angesichts des Skandals um den Spitzelskandals bei der Telekom ist mein Vertrauen in die geistig-wirtschaftliche Elite eher angekratzt.
In der vorgebrachten Form wird mehr Überwachung gefordert, was natürlich bei den die beteiligten Unternehmen den Umsatz fördert. So die Rüstungsindustrie jeder Scheiß überteuert an Militärs verkauft, so will augenscheinlich die Informationsindustrie jeden Scheiß an paranoide Innenministerien verkaufen. Interessant ist an dieser Stelle, dass die Aufklärung nur nachrangig erwähnt wird. Das Einfordern von klaren Regeln für Geschäftsabschlüsse im Internet wird überhaupt nicht thematisiert. Es geht der Bitkom also nicht vordringlich um Kriminalitätsprävention. Dieser Eindruck wird noch gestützt dadurch, dass die BITKOM einen eine Internationale Verdachtsbörse für die Strafverfolger fordert.
Interessant war, dass beim flüchtigem Überfliegen für den Privatanwender kein Hinweis auf die ´Verschlüsselung von Daten und Email bei dem Verein "Deutschland sicher im Netz" gegeben wird. Es wird nicht darauf hingewiesen, dass unverschlüsselte Email und andere Kontakte natürlich gescannt werden können. Welches Ziel hat dieser Verein?
Die Bitkom sollte sich vielleicht einmal fragen, wann sie die Grenze überschreitet und durch die Geschäftspolitik die Zerstörung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung fördert.
Dr. Dieter Porth

 
Internet-Zitat: Website: Kontaktlink zu BitKom [ Homepage ] (--)
 

Spezialisierte Staatsanwaltschaften gegen professionelle Computerkriminalität gefordert



  • Zahl der Internet-Straftaten steigt
  • BKA: Neuartige Kriminalitätsphänomene ersetzen zunehmend klassische Delikte
  • BITKOM-Forum "Industrialisierung der Computerkriminalität"

Berlin, 20. Januar 2009 - Computerkriminelle gehen immer professioneller vor. Dies erfordert aus Sicht des Hightech-Verbandes BITKOM eine bessere Ausstattung von Polizei und Staatsanwaltschaften sowie organisatorische Änderungen bei den Ermittlungsbehörden. "Das Know-how von Polizei und Staatsanwaltschaften bei der Computerkriminalität muss massiv gestärkt und gebündelt werden. Spezielle Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften könnten wesentlich effektiver gegen die Kriminellen im Internet vorgehen", sagte Prof. Dieter Kempf, Präsidiumsmitglied des BITKOM und Vorstandsvorsitzender des Vereins "Deutschland sicher im Netz" in Berlin. Herausforderungen und Antwortstrategien wurden dort bei einem gemeinsamen Forum von BITKOM und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie beraten. Das Forum widmet sich der "Industrialisierung der Computerkriminalität♠ 1". "Neue oder verschärfte Gesetze sind bei der dynamischen Entwicklung der Computerkriminalität selten der beste Weg. Wir sollten zunächst versuchen, die vorhandenen Gesetze konsequent durchzusetzen", sagte Kempf.
Nach einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des BITKOM aus dem Jahr 2008 sind fast 4 Millionen Deutsche schon einmal Opfer von Computerkriminalität geworden. Sieben Prozent aller Computernutzer ab 14 Jahre haben bereits einen finanziellen Schaden erlitten etwa durch Viren, bei Online-Auktionen oder beim Online-Banking. Nach Erkenntnissen der Strafverfolger sind sie immer häufiger Opfer von professionellen und organisierten Kriminellen, und nicht von jugendlichen Gelegenheits-Hackern.
"Neuartige Kriminalitätsphänomene ersetzen zunehmend klassische Deliktsformen. Zugleich gibt es kaum Kriminalitätsbereiche, in denen sich die Täter nicht ausgefeilter und modernster Technik bedienen und das Internet als Tatmittel nutzen", sagte Jörg Ziercke, Präsident des Bundeskriminalamtes. So wurden 2007 in der Polizeilichen Kriminalstatistik rund 180.000 Fälle mit dem Tatmittel Internet registriert 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die so genannte IUK-Kriminalität im engeren Sinne stieg gar um 17 Prozent: Mit oder gegen moderne Informations- und Kommunikationstechnik wurden 2007 über 38.000 Straftaten begangen. Dabei seien die Täter sehr innovativ und passten sich veränderten technischen Gegebenheiten sehr schnell an. "Das Phishing hat längst nicht mehr nur die Erlangung klassischer Online-Banking-Daten zum Ziel; die Täter von heute interessieren sich für alle Arten von Zugangsdaten, mit denen sie Verfügungen im Internet vornehmen können", so Ziercke. Immer neue Varianten der Tatbegehung erschwerten es den Strafverfolgungsbehörden, auf Augenhöhe mit den Tätern zu bleiben.
Aus BITKOM-Sicht sind zusätzlich zu verbesserter Ausstattung und Organisation der Ermittlungsbehörden drei weitere Punkte wichtig, um die Computerkriminalität einzudämmen: Erstens muss das Zusammenspiel von Staat und Wirtschaft insbesondere beim Austausch von Informationen verbessert werden. "Wir unterstützen ausdrücklich die Idee, eine Informations- und Diskussionsplattform für Strafverfolgungsbehörden und betroffene Unternehmen zu gründen. Internationale Unternehmen können Erkenntnisse aus verschiedenen Ländern schnell und unbürokratisch zuliefern und so den ebenfalls länderübergreifend arbeitenden Kriminellen das Leben erschweren", sagte Kempf.
Zudem müsse die Sicherheit der IT-Produkte permanent verbessert werden. Hier helfen insbesondere gezielte Forschungsvorhaben. Daher begrüße man die Ankündigung der Bundesministerien für Forschung und Inneres, die IT-Sicherheitsforschung mit 30 Millionen Euro zu fördern. Drittens muss die Kompetenz und Eigenverantwortung der Verbraucher weiter gestärkt werden. Nach der BITKOM-Umfrage nutzen beispielsweise nur zwei Drittel der Internet-User eine Firewall. "Wer sein System sichert, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch das seiner Mitsurfer. Wer keine Firewalls installiert und gedankenlos surft, dessen Computer wird schnell zur Bedrohung auch für andere Nutzer", so Kempf. Mittelfristig wird so das Vertrauen vieler Nutzer und kleinerer Unternehmen in die Online-Sicherheit untergraben. Die ITK-Wirtschaft engagiert sich daher in Vereinen wie "Deutschland sicher im Netz", um die Verbraucher zu sensibilisieren und aufzuklären.

Liste der redaktionellen Inline-Kommentare

♠ 1) Das ist ein interessantes Schlagwort. Es spricht nicht von der organisierten Kriminalität, sondern nimmt einen rechtsunverbindlichen Begriff der "Industralisierten kriminalität."
Rhethorisch geschickt.
Dr. Dieter Porth.

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Neostasi
Piratenpartei: Internetzensur verhindern!

14.01.2009 Die Piratenpartei Niedersachsen warnt mit Verweis auf einen Artikel bei Heise.de vor der kommenden staatlichen Zensur im Internet. Statt durch Zensurmaßnahmen, wie Filterung und Sperrung von Internet-Inhalten durch die Internetprovider, sollte der Staat sich besser um die Verfolgung der Straftäter kümmern, die zum Beispiel Kinderpornographie herstellen und verbreiten. Die Filterung des internets ist Zensur.

Regierungskritik
Wenzel: Rettungsplan nur Wahlgeschenke

19.01.2009 In seinem Blog bei Myspace antwortet Stefan Wenzel, Fraktionsvorsitzender der Grünen im niedersächsischen Landtag, auf die Regierungserklärung des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulf. Er bewertet die aktuellen Konjunkturpläne Blendwerk, welches wegen der Wahlen gestartet wurde und die Inkompetenz der Regierung vertuschen soll. Im Blog findet sich die Kurzfassung zu Wenzels Rede im Landtag. Aber die eigentliche Rede hat doch einwenig mehr rhetorischen Biss, weil sie den niedersächsischen Ministerpräsidenten direkt in die Verantwortung nimmt.

Live Blues & Boogie-Küche
15.1. Impressionen im Exil

21.01.2009 Die Blues & Boogie-Küche spielt jeden dritten Donnerstag im Monat im Exil. Die Session-Band bildet dabei nur den Rumpf für ganz unterschiedliche Musiker. So entsteht ein Schmelztiegel für alle Stileinflüsse auf den Basistsil des Blues- & Boogie-Sounds. Entsprechend der Musikeinflüsse ist das Publikum bunt gemischt. Von der zwanzig jährigen Karriere-Studentin bis zu älteren Herrn reicht das Publikum, welches die Musik der Session einfach genießt.
[Schade, dass ich aus terminlichen Gründen nur die erste Hälfte der Session erleben konnte. Dr. Dieter Porth.]

Live - Ofrin
18.12. Tanz und Soul im Nörgelbuff

21.01.2009 Zu dem Konzert von Ofrin kamen am 18.12.2008 zirka fünfzig Zuschauer. Sie erlebten eine gut aufgelegte Ofri Brin, die mit ihrem Soul und ihren Tanz zu den sphärischen Klängen der Band die Zuschauer in ihren Bann zog. Bemerkenswert war, dass die Band auch Wert auf eine schöne Bühnengestaltung gelegt hat. Dies machte das Konzert zu einem echten Genuss.
Popkonzertnote: 2
[Beim Konzert hört das Auge mit! Dr. Dieter Porth.]

Termine - Cafe Kreuzberg
6+7.2 - Liedermaching-Festival

11.01.2009 Im Februar ist im Cafekreuzberg mindestens an jedem Samstag ein Konzert. Für den letzten Samstag im Monat (28.2) können sich noch Bands bewerben. Am 6.+7. Februar findet im Cafe Kreuzberg das traditionelle Liedermaching-Festival statt. Auf zwei Bühnen präsentieren parallel jeweils zwei Liedermachinger für eine halbe Stunde das Beste aus ihrem Programm.

Event - Cornpickers
24.1. "Winnetous Erben"

19.01.2009 Die Cover-Band Winnetous Erben merkt sich die Lieder für Samstag mit folgender Geschichte: "Ein Call of SWEETHOME ALABAMA erreichte uns DOWN UNDER: BLACK MAGIC WOMAN hauchte: Du bist SEXIE, aber das letzte mal ist VERDAMMT LANG HER, bitte LIGHT MY FIRE. ALLRIGHT NOW BABY, dachte ich, "

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Neuere Nachricht Querverweise

Arbeitsmarkt
7.2. Berufsbildungstag an der BBS II

21.01.2009 Die Agentur für Arbeit hat gemeinsam mit der BBS II den Berufsbildungstag für den 7. Februar in der Zeit von 10-15 Uhr organisiert. Insgesamt können Jugendliche sich über 214 Berufe und Ausbildungsformen informieren. Weiterhin gibt es Tipps zum richtigen Bewerben, Vorträge und vieles mehr.
Die einzelnen Veranstaltungen und Terminpläne sind in der Mitteilung aufgeführt und können die Planung des Besuchs der Ausbildungsmesse erleichtern.

Stadtteilentwicklung
FDP fordert Renovierung der Weender Festhalle

19.01.2009 Die Ratsfraktion der FDP beklagt sich darüber, dass die Sanierung der Weender Festhalle Jahr für Jahr verschoben wird. Sie fordert, dass die Festhalle im diesem Jahr saniert werden müsse. Damit spricht sie sich auch für einen Erhalt der Festhalle aus, die als mittelgroße Halle gerade für kleinere Veranstaltungen eine echte Alternative zur Stadthalle oder zur Lokhalle sei.

Linienführung
ProBahn: Ablehung des "Buskonzept"

16.01.2009 Der Verband Pro Bahn schließt sich der Meinung des Behindertenbeirates der Stadt Göttingen an und spricht sich gegen das "Buskonzept" einiger Anlieger aus dem Jacobiviertel aus. Für eine Verbesserung des Nahverkehrs verweist der Verband auf den gültigen Nahverkehrsplan, der genügend Vorschläge zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs enthalten soll.

Event - Stadthalle
24.1. Chinesischer Nationalzirkus

21.01.2009 Das Veranstaltungsbüro Paulis hat den Auftritt des chinesischen National-Zirkusses für Samstag den 24.1. in der Stadthalle organisiert. Die Vorstellung des offiziellen Botschafters für die chinesische Kultur beginnt um 20 Uhr.

Würde
Kritik: 1-Euro-Jobs für Dicke

18.01.2009 Nach Meldung des Erwerbslosenforums Deutschland wollte das Flensburger Jobcenter von Übergewichtigen einen Fitnessparcour anlegen lassen. Das Erwerbslosenforum meint dazu: "Übergewicht durch Billigstarbeit abbauen zu wollen, ist Stigmatisierung und erinnert uns an furchtbare Zeiten."
In einer zweiten Meldung wird mehr Hartz-IV-Geld für Kinder und Jugendliche gefordert, weil gerade die heranwachsenden einen erhöhten Ernährungs- und Bildungsbedarf haben.

Internetentwicklung
Debatte um Freiheit und Sicherheit Wann kommt sie?

27.01.2010 Bitkom, der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., fordert eine Internet-Politik aus einem Guss. Dabei begründen sie ihr Anliegen mit einer Umfrage, wonach 60% aller Bundesbürger sich wünschen, dass die Internetpolitik in der nächsten Legislaturperiode ein wichtiges Thema sein sollte, wobei von den Bürgern die Sachkompetenz der Politiker eher bezweifelt wird.
[Insgesamt ist es ein wichtiges Thema. Könnte die Bitkom einen Workshop oder eine Online-Konferenz zu dem Thema organisieren? Dr. Dieter Porth]

Verschlüsselung
Wer liest Ihre Emails mit? - Was kann jeder dagegen tun?

12.12.2009 Die Redaktion dieser Internet-Zeitung hat eine Kampagne zu der Frage gestartet: "Wie vertraulich können Informanten per Email kommunizieren?" Hier geben die Medien schlechte Vorbilder ab. Kaum eine Redaktion bietet einem Informanten einen öffentlichen Schlüssel an, damit dieser seine Email verschlüsseln kann. Die Redaktionen gehen wohl blauäugig davon aus, dass auch Emails mit brisanten Informationen von Niemand mitgelesen werden (können). Die Kampagne versucht gegen diesen Irrglauben zu sensibilisieren. Die Redaktion hofft, dass die Bürger sich über Weihnachten auch mit dem Thema "Verschlüsselung von privaten Daten und Emails" beschäftigen.

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